Geschichte des Parfümöls – Napoleon Bonaparte
Napoleon hatte eine Dauerbestellung bei seinem Parfümeur Chardin über 50 Flaschen pro Monat. Er liebte dessen kühlende Eigenschaften und tränkte sich nach dem Waschen Schultern und Nacken damit. Besonders mochte er den Duft von Rosmarin, der eine Schlüsselzutat in Eau de Cologne ist, weil er an den Klippen und im felsigen Gestrüpp Korsikas, wo er geboren wurde, reichlich wuchs. Eine vierteljährliche Rechnung von 1806 zeigt, dass Chardin 162 Flaschen Eau de Cologne für 423 Francs (sowie 26 Töpfe Mandelpaste für 355 Francs und 20 Schwämme zum Preis von 262 Francs) lieferte.
Bekanntermaßen mochte Napoleon auch den Geruch seiner Frau „au naturel“. Er sandte den legendären Befehl „Nicht baden“, als er von der Schlacht nach Hause zurückkehrte. Doch er beglich auch hohe Rechnungen für die Parfums seiner Frau: In Chardins Aufzeichnungen findet sich ein Betrag für eine sehr große Flasche Jasmin, die sie liebte.
Josephine folgte der neuen Mode, Töpfe mit duftenden Blumen in ihren Zimmern aufzustellen. Sie mochte Hyazinthen und Reseda (die einen veilchenähnlichen Duft hat); Napoleon schickte ihr einige Samen direkt aus Ägypten, ihrer Heimat, und sie wurde bald zu einer beliebten Blume bei der französischen Elite – genannt „Kleiner Schatz“. Sie war so potent, dass Reseda-Blumen auf Balkone gestellt wurden, um den üblen Gestank der Straßen zu überdecken. (Sie wurde auch in England populär, und 1830 schrieb Henry Phillips, dass jeder, der den Duft der Reseda zu stark für das Haus empfand, „von dem Geruch begeistert sein müsse, den sie von den Balkonen in die Straßen wirft und einem eingesperrten Mann einen Hauch von Gartenluft schenkt.“
Josephine erfreute sich neben anderen duftenden Blüten auch am Duft von Veilchen. Sie spielen auch eine Rolle in einem ergreifenden Nachspiel zur Liebesgeschichte von Napoleon und Josephine. Als Anführerin der Pariser Gesellschaft hatte sie Napoleon 1796 geheiratet – und war untröstlich, als ihre Ehe 14 Jahre später für nichtig erklärt wurde. Sie lebte in Malmaison, wo sie einen berühmten Rosengarten anlegte, trug aber weiterhin Parfums mit Veilchenduft. Napoleon ließ ihr Grab mit Veilchen bedecken, und kurz vor seiner Verbannung soll er Blumen davon gepflückt haben, die nach dem Tod des Kaisers in einem Medaillon gefunden wurden, das er immer um den Hals trug…
Wir hoffen, Sie haben diese Geschichte des Parfums genossen, die Ihnen mit dankbarem Dank an die Perfume Society präsentiert wurde. Wenn dies Sie dazu inspiriert hat, ein Parfümöl zu kaufen, klicken Sie bitte für Damen Parfümöle oder Herren Parfümöle.
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Artikel mit freundlicher Genehmigung der The Perfume Society 2017